Der Weg ist das Ziel

Projektbericht der Heinrich-Heine-Schule Ratingen

Langes Vorspiel
Beschränkte erste Schritte
Netzwerk und NetDay
Und doch noch Unterricht
Erste Bilanz - durchaus positiv
Es geht weiter
 

Langes Vorspiel

Unsere Schule bewarb sich im Frühjahr 1996 für das Projekt "Schulen ans Netz" in Nordrhein-Westfalen. Im Sommer desselben Jahres bekamen wir den positiven Bescheid. Im Herbst sollte dann der SaN-Rechner kommen und der ISDN-Anschluss verlegt werden. Aber es wurde Winter, bis endlich der ISDN-Anschluß lag und der SaN-Rechner lief.
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Beschränkte erste Schritte

Schnell stellte sich heraus, dass ein einzelner Rechner nur wenigen Schülern einen Eindruck von den Möglichkeiten des Internet vermitteln kann. Die AG "Homepage der Heinrich-Heine-Schule" konnte einstweilen mit der Einschränkung leben, denn die 11 Computer des Computerraumes standen für die Arbeit mit Texteditor, Grafikprogrammen und allem anderen notwendigen Zubehör zur Verfügung. Da fast die ganze Arbeit offline geschieht, ist der einzelne Internet-PC kein großes Hemmnis gewesen. Auch Ansätze zu eMail-Kontakten litten eigentlich kaum unter dieser Beschränkung. Viele andere Aktivitäten machen aber erst Sinn, wenn ein Netzwerk mit Internetzugang zur Verfügung steht. Und das hatten wird damals noch nicht. Insbesondere ist es sehr schwierig, weitere Kolleginnen oder Kollegen für die Unterrichtsarbeit zu gewinnen, wenn sie selbst keine Möglichkeiten zur Einarbeitung haben.
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Netzwerk und NetDay

Der nächste Schritt bestand also darin, den Computerraum zu vernetzen und mit einem gemeinsamen Internetzugang auszustatten. Hier kam die Ratinger NetDay-Initiative im Frühjahr 1997 ins Spiel. Ausgehend von der Consulting Firma Eutelis bildete sich eine bunt zusammengesetzte Gruppe aus Managern, Politikern und Lehrern. Mit vereinten Kräften wurde der Ratinger NetDay 1997 geplant und dann Ende Oktober durchgeführt. An unserer Schule verkabelte eine Gruppe von Schülern den Computerraum. Das geschah unter Anleitung von angehenden Informationstechnischen Assistenten der Berufsbildenden Schule Ratingen. Das Material (Kabel, Computer, Steckdosen, Serverschrank, Hub usw. ) wurde von örtlichen Firmen gespendet.

Außerdem wurde ein Kommunikationsserver aufgebaut, der unter LINUX die Schulcomputer mit dem Internet verbindet. Nach anfänglichem Betrieb mit dem ODS-System stiegen wir nach 3 Monaten auf das STZ-System (Schul-Technologie-Zentrum Recklinghausen) um. Es ist einfach zu administrieren und bietet neben dem Internetzugang auch lokale Netzwerkdienste an (CD-ROM-Server, Fileserver, Printserver), die es im Laufe der Zeit nach und nach auch in unserer Schule übernahm.
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Und doch noch Unterricht

Im laufenden Jahr kamen wir langsam dazu, das Netz auch für unterrichtliche Zwecke zu nutzen. Neben der Internet-AG, die an der Homepage der Schule weiterarbeitet, standen Einführungen in Internethandhabung für Schüler und für Lehrerinnen und Lehrer auf dem Programm. Die Einführung der Kolleginnen und Kollegen zeigt erste Wirkungen, das Interesse ist geweckt.

Ein regelmäßiger eMail-Austausch mit einer Schule in Schweden bescherte unter anderem auch gegenseitige Besuchsreisen in den Ferien. Seit einigen Wochen läuft ein zweiter eMail-Austausch zwischen einer Fördergruppe unserer Schule und einer Grundschule in den USA. Bemerkenswert und besonders reizvoll an diesem eMail-Kontakt ist die Tatsache, dass unsere Fördergruppe aus Schülern verschiedenster Nationalitäten besteht, die bei uns genauso Deutsch als Fremsprache lernen wie die Grundschüler in der USA-Klasse.

Zwei Chats, bei denen die Ratinger Schulen untereinander waren, sollten die Möglichkeiten dieser Kommunikationsform für die Schule ausloten.

Gerade wenige Wochen vorbei ist der zweite Ratinger NetDay, bei dem unsere Schule die Pressekonferenz ausrichtete.
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Erste Bilanz - durchaus positiv

Insgesamt gesehen hat sich unsere Schule durch die SaN-Aktivitäten sichtbar verändert. Noch ist es kaum die pädagogische Arbeit, bei der die Wirkungen sichtbar werden. Es sind eher organisatorische Aspekte und die Außenwirkung. Bis die eigentliche Arbeit der Schule, nämlich der Unterricht, deutlich sichtbare Veränderungen zeigt sind noch viele kleine Schritte und wesentlich mehr Zeit notwendig.
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Es geht weiter

Der nächste wichtige Schritt wird bei uns darin bestehen, einen Computer mit Netzzugang im Lehrerzimmer bereitzustellen. Dann sollen nach und nach in den Klassenräumen Computer zur Verfügung gestellt werden. Durch den Ratinger NetDay gelangen zunehmend ausrangierte, aber durchaus noch brauchbare Computer in die Schulen, die in den Klassenräumen ihren zweiten Arbeitsplatz finden.

Ein Projekt zur Berufswahlvorbereitung steht von Beginn an auf unserer Wunschliste und wenn das Interesse bei den Kollegen weiter wächst, wird es wohl auch einmal verwirklicht werden können.
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Uwe Diener
Projektleiter